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Demonstration in Magdeburg am 28. Mai

Atomkraft: Schluss!

Großdemonstrationen in 21 Städten

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat erneut gezeigt: Atomkraft ist unbeherrschbar und birgt ein tägliches, tödliches Risiko. Hunderttausende gehen deshalb in diesen Monaten bundesweit auf die Straße und fordern entschieden den Atomausstieg. Die Bundesregierung aber will erst im Juni beschließen, welche Konsequenzen sie aus Tschernobyl und Fukushima zieht.

In Wahrheit wird der öffentliche Druck bestimmen, ob jetzt endlich Schluss mit der gesamten Atomindustrie ist. Unsere Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war daher noch nie so groß. Wir wollen am 28. Mai mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Signal an die Regierung senden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig!

Wir wollen gemeinsam nach Magdeburg fahren – genaue Abfahrtzeit unter Aktion.

Ablauf am 28. Mai

Auftakt: 13 Uhr, Uniplatz vor dem Opernhaus

Abschlusskundgebung: 14 Uhr, Friedensplatz

14 bis 16 Uhr, Markt der Möglichkeiten am Friedensplatz

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Atomlobby treffen: Atomforum blockieren!

Die Atomlobby kommt aus der Deckung. Zwei Monate nach der atomaren
Katastrophe in Fukushima will sich das Deutsche Atomforum zu seiner
„Jahrestagung Kerntechnik“ in Berlin versammeln. Vom 16. bis zum 19. Mai,
im BCC am Alexanderplatz. Sie haben verstanden, dass die Luft für
AKW-Befürworter dünner geworden ist. Aber mehr auch nicht.

Politiker_innen, Lobbyist_innen und Ghostwriter stehen schon in den
Startlöchern für eine neuerliche Rehabilitierung der Atomenergie, auf die
„…wir aus ökologischen Gründen als Brückentechnologie nicht verzichten
können“. Mehr als 1.000 Vertreter_innen aus Medien, Atomwirtschaft und
-politik werden im BCC das Restrisiko Fukushima verharmlosen und die
Atomenergie als billige Klimaretterin anpreisen. Von den Milliarden an
Subventionen für die Atomkonzerne werden sie schweigen.

Die Atomlobby wird auch nicht freiwillig das Feld räumen, weil nun mal
Profite winken und Schäden im Falle eines GAUs nicht versichert und nicht
versicherbar sind. Die Kosten und die Folgen müssen alle tragen. Die
Atomenergie steht für Verhältnisse, in denen Wenige profitieren und Viele
die Risiken tragen.

Wir werden diese Atomlobby-Jahrestagung blockieren.

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Vortrag —- Endlagerung-Strahlende Aussichten?

Donnerstag, 5.Mai 2011, 18 Uhr

Hörsaal 1 der Theologie in den Franckeschen Stiftungen (gegenüber vom Spielehaus)

Vortrag von Gerhard Förster (BI Lüchow-Dannenberg)

Weltweit existiert für die Endlagerung nuklearer Abfälle keine Lösung. Ein Endlager muss für mehrere 10.000 Jahre sicher sein, so lang, wie die radioaktiven Abfälle weiter strahlen. In der Bundesrepublik gab es mit der 1977 politisch motivierten Standortentscheidung für Gorleben als Endlager eine Entscheidung für einen Salzstock als Einlagerungsort. Erfahrungen mit Salzstöcken als Endlager für radioaktive Abfälle bestehen seit 30 Jahren. Spätestens seitdem in das Versuchsendlager Asse II permanent Lauge eintritt und in Morsleben neben Zuflüssen auch Einsturzgefahr besteht, ist das Festhalten an Gorleben mehr als fraglich.

Der Referent Gerhard Förster wird in seinem Vortrag auf die weltweite Suche nach geeigneten Endlagern, die Erfahrungen der Einlagerung in Salzstöcken und natürlich die Geschichte und Planungen des Endlagers in Gorleben sowie Lösungsansätze eingehen. Gerhard Förster ist Mitglied der Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg.