„Morsleben stilllegen – aber richtig!“

Anti-Atom Demo

am Samstag, den 15.10.2011,

Start: 12:05 in Magdeburg

(Hbf, Willy-Brandt-Platz)

-> Treffpunkt am Bahnhof Halle: 10:15 Uhr vor Haupteingang 

    Abfahrt 10:43, Gleis 8

Morsleben – was ist denn das? Irgendein Ort an der ehemaligen
innerdeutschen Grenze – was geht er mich schon an? Aber Morsleben ist
nicht irgendein Ort – und er geht mich, dich und jeden etwas an!

Der im 19. Jahrhundert ausgebaute und zunehmend völlig durchlöcherte
Salzstock in Morsleben gilt bereits seit der Regierungszeit der
ehemaligen DDR als unsicher. Trotzdem lagern seit Jahrzehnten schwach-
bis mittelradioaktive Abfälle sowohl der ehemaligen DDR als auch der BRD
in dem maroden Salzbergwerk. Obwohl es bereits zu massiven
Gesteinseinbrüchen gekommen und mit weiteren zu rechnen ist, soll
derSalzstock als potenzielles Endlager dienen.Dieses erhielt aber unter
anderem wegen der drohenden Gefahr von Wassereinbrüchen, etc. nicht
ansatzweise einen Langzeitsicherungsnachweis. Die Regierung, das
Bundesamt für Strahlenschutz sowie die Betreiber sind sich dieser
Problematik bewusst, doch ist es einfacher, sie tot zu schweigen als
vermeintlich unnötiges Aufsehen zu erregen. Dabei wird es allerdings
nicht belassen, die Spitze des Eisberges stellt erst die endgültige
Einbetonierung des Atommülls im Morslebener Salzbergwerk dar, die
unmittelbar bevor steht. Infolgedessen dient Morsleben als
Präzendenzfall für weitere potentielle Endlager wie Gorleben, Asse II
und Schacht Konrad, die ebenso unsicher und ungeeignet für die sichere
Lagerung atomarer Abfälle sind. Dass darüber die Bevölkerung
weitestgehend im Unklaren gelassen werden soll, verwundert nur wenig.

Am 13.010.2011 startet das Planfeststellungsverfahren in Oschersleben,
indem geklärt werden soll, ob Beton in den Salzstock geschüttet wird.
Uns ist jedoch auch ohne Planfeststellungsverfahren klar: Wir wollen
keine unverantwortliche Einlagerung von Atommüll in dem maroden
Salzstock! Kommt mit uns auf die Straße, seid laut und kreativ und
zeigt, dass ihr nicht alles stillschweigend mit euch machen lasst! Mit
Musik, netten Leuten und viel Spaß bringen wir dieses ernste Thema auf
die Straße. Seid dabei und sorgt dafür, dass sich der Satz „Nomen est
Omen“ in Bezug auf den Ort „Morsleben“ nicht bewahrheitet!

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