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Protest gegen Atommüllschiff in Magdeburg

In der Nähe der Schleuse Hohenwarte in Magdeburg wurde am Donnerstag, den 31.05.2012 ein Atommülltransport per Schiff durch AtomkraftgegnerInnen gestoppt.

Das Schiff soll angeblich [laut dpa] über Nacht am Liegeplatz Mühlenwegbrücke bleiben und am Freitag wohl zwischen 7 und 8 Uhr in Richtung Lubmin starten. Die Route verläuft dann über Brandenburg/Havel, an Berlin vorbei bis zur Oder nach Lubmin.

Hier die Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Anti-Atom Magdeburg vom 30.05.2012:

„Paddeln neben strahlender Fracht“
Seit vergangenem Donnerstag, 24.05.2010, ist wieder ein Atommülltransport durch die BRD unterwegs.
Klammheimlich sollte dieser Transport auf dem Schiff EDO über die deutschen Binnengewässer vom AKW Obrigheim zum Zwischenlager Nord in Lubmin vonstatten gehen. Dem machten spätestens am Montag mehrere Aktivisten in Münster einen Strich durch die Rechnung, als sie sich an der Strecke versammelten und zwei von ihnen mit einer Abseilaktion den Atommülltransport für über sechs Stunden aufhielten. Bei seinem Weg durch die Ruhr ankerte das Schiff 15 Stunden lang in der Nähe von Wohngebieten. Aufgrund des traumhaften Wetters, welches schon während der gesamten Fahrt der EBO herrscht, gingen auch an dem Ort viele Menschen baden. Kinder und Jugendliche paddelten, schwammen und spielten über Stunden hinweg neben strahlender Fracht – ohne jegliche Warnung!! Angrenzende Gemeinden werden i.d.R. nicht über derartige Transporte informiert und können ihre Bürger vor der latenten Gefahr nicht warnen. Ganz zu Schweigen vom möglichen Fall einer Havarie, auf die sie absolut nicht vorbereitet wären. Diesen unnötigen Gefahrguttransport durch die gesamte Republik schippern zu lassen – ohne angemessenen Polizeischutz und ohne sichtbare Kennzeichnung – ist unverantwortlich!
Wir rufen deshalb zu bunten Protesten entlang der gesamten Transportstrecke des Atommülls auf und erklären uns soldiarisch mit den Aktivisten aus Münster und weiteren und vorangegangenen kleineren und größeren Aktionen, die auf diesen gefährlichen Transport aufmerksam machen.
Wir freuen uns über BürgerInnen, die sich uns anschließen, wenn das Schiff am morgigen Donnerstag, voraussichtich um die Mittagsstunden, den Mittellandkanal und anschließend den Elbe-Havel-Kanal passieren wird.

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