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Proteste gegen Atomkraft in Halle

Rund 350 Hallenser demonstrierten unter dem Motto „Fukushima ist überall“.

“Atomkraft abschalten” schallte es am Montagabend über den halleschen Marktplatz. Die Anti-Atom-Initiative Halle (Saale) hatte zu einer Protestkundgebung gegen Kernenergie und eine Mahnwache für die Opfer der Tsunami- und Atomkatastrophe von Japan aufgerufen. Rund 350 Hallenser waren gekommen.

In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan und mit dem festen Willen, gemeinsam dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, fanden am Montag, 21. März, in mehr als 720 Orten Mahnwachen statt. Insgesamt beteiligten sich über 140.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet daran.

Einige Fotos unter:

http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/Demonstration-Proteste-gegen-Atomkraft-in-Halle/31007

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Fukushima ist überall-Atomanlagen abschalten weltweit

Aufruf zur Mahnwache am Mo, 21.3.11, um 18 Uhr Marktplatz:
Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!

Am Montag, den 14.3.2011, demonstrierten 110.000 Menschen an ca. 450 Orten für ein Ende der Atomenergie und zeigten ihr Entsetzen über die atomare Katastrophe in Japan. In Halle fanden sich ca. 300 Menschen spontan zu einer Mahnwache auf dem Marktplatz zusammen.

Die Lage in Japan hat sich seitdem noch weiter verschärft. In Fukushima droht der Super-Gau. Millionen von Menschen sind von Verstrahlung bedroht.

Die deutsche Regierung reagierte auf die Ereignisse mit einem 3 monatigen Moratorium und der (vorübergehenden?) Abschaltung von sieben Uraltmeilern. Wir wollen kein Moratorium – wir wollen den Ausstieg aus der Atomtechnik!

Wir müssen uns jetzt und in den kommenden Wochen lautstark und ausdauernd dafür einsetzen!

urgewald „Wie radioaktiv ist meine Bank“

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir sind alle entsetzt über die Ereignisse in Japan und fühlen uns hilflos, denn es gibt derzeit keine Möglichkeit den Menschen vor Ort direkt zu helfen. Wir können nur hier handeln. Hier allerdings gibt es viel, das wir tun können.

TEPCO, der Betreiber von Fukushima, wurde u.a. von der Deutschen Bank, der WestLB  und der ING Bank (Muttergesellschaft der ING DiBa) finanziert. Alle deutschen Großbanken, inklusive der Zentralbanken von Sparkassen und Volksbanken sind an der Finanzierung der Atomindustrie beteiligt. Sie können ganz konkret den Atombanken den Rücken kehren und mit Ihrem Konto zu einer „sauberen“ Bank wechseln. Mehr Informationen finden Sie dazu auf unserer Webseite und in der Broschüre „Wie radioaktiv ist meine Bank?“ (€ 4,50 + Porto, zu bestellen unter simone@urgewald.de).

Sie können sich zudem dagegen wehren, dass mit staatlichen Exportbürgschaften (den sogenannten Hermesbürgschaften) der Export von Atomtechnologie in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert wird. Bisher hat die schwarz-gelbe Bundesregierung mit Hilfe solcher Bürgschaften u.a. Atomexporte nach Brasilien, China, Russland, Slowenien und Litauen gefördert. Weitere Anträge und Anfragen sind u.a. für Vietnam, China und Südafrika gestellt. Diese staatliche Förderung der Risikotechnologie Atomkraft muss sofort gestoppt werden! Helfen Sie mit das Thema in die politische Diskussion der Koalition zu bringen in dem Sie einen Brief an die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und FDP aus Ihrem Wahlkreis schicken. Einen vorbereiteten Musterbrief finden Sie im Anhang. Am besten gleich heute abschicken! Wenn Sie darüber hinaus „Ihre“ Abgeordneten persönlich besuchen wollen, unterstützen wir Sie gerne bei der Gesprächsvorbereitung. Melden Sie sich einfach im urgewald Büro bei Simone Lennerz. Tel: 02583-1031. Name und Adresse Ihrer Abgeordneten finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de

Der Brennstoff für Fukushima wurde u.a. von der Firma Urenco produziert, die in Gronau eine Urananreicherungsanlage betreibt. Urenco gehört wiederum zu 33% den Atomkonzernen RWE und E.ON. Vielleicht sind Sie selbst längst zu einem Ökostromversorger gewechselt? Dann sorgen Sie dafür, dass möglichst viele Ihrer Freunde und Bekannten das jetzt auch tun. Eine hervorragende Möglichkeit dazu bietet unsere Kampagne „Stromwechseln hilft“ (www.stromwechseln-hilft.de.).Für jeden Wechsler werden 20 Euro an ein grünes Energieprojekt gespendet. Damit tragen sie gleich doppelt zur Energiewende bei. Mehr Informationen: Agnes Dieckmann, agnes@urgewald.de oder Tel.: 02583-9189931

Und last but not least: Unterstützen sie die aktuellen Mahnwachen, die derzeit bundesweit stattfinden. Gehen sie auf die Straße, damit alle Atomanlagen abgeschaltet werden. Termine finden Sie unter: www.ausgestrahlt.de

Aktuell möchten wir Sie zudem auf einen Sendebeitrag heute Nacht im ZDF aufmerksam machen: „ Das verdrängte Risiko – wie Deutschland und die Welt auf Atomkraft setzen“, von Ulrike Broedermann und Michael Strompen, leider erst um 0.35 Uhr.

Mit besten Grüßen vom gesamten urgewald-Team