Vorträge

Aktuell gibt es keine neue Vortragsreihe. Wer Interesse, Engagement und Zeit für das Mitorganisieren hat, melde sich unter anti-atom-halle@gmx.de!

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:::: Die neue Vortragsreihe zum Wintersemester startet :::::

Atomkritische Reihe

„Endlager“ für CO2? Kritik an der CCS-Technologie

Ort: Theologische Fakultät, Haus 30, Franckesche Stiftungen; Zeit: Do, 03.11.11, 19 Uhr,  Referent: Daniel Häfner (Robin Wood, Cottbus)

Geplanter Bau neuer Kohlekraftwerke

Ort: Theologische Fakultät, Haus 30, Franckesche Stiftungen; Zeit: Do, 12.01.12, 19 Uhr, Referent: Dr. Kevin Hausmann (Greenpeace Leipzig)

Was ist eigentlich mit Fukushima? Tschernobyl – Deutschland – Fukushima

Ort: Theologische Fakultät, Haus 30,  Franckesche Stiftungen; Zeit: 02.02.2012, 19:30 Uhr, Referent: Dr. Sebastian Pflugbeil

Wönnichstraße 103 – Hausprojekt im berliner Stadtbezirk Lichtenberg mit alternativer Energienutzung stellt sich vor

Ort: Theologische Fakultät, Haus 30,  Franckesche Stiftungen; Zeit: 01.03.2012, 19 Uhr, ReferentInnen: Dr. Ferdinand Beetstra (angefragt), Irmina Körholz (angefragt)

Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fukushima

Ort: Theologische Fakultät, Franckesche Stiftungen; Zeit: siehe Ankündigungen

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Die Atomkritische Reihe entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen der Anti-Atom-Initiative Halle und dem Alternativen Vorlesungsverzeichnisses des Studierendenrates der MLU Halle. Sie beschäftigt sich vor allem mit energiepolitischen Themen.

Nach dem angekündigten Ausstieg aus der Atomenergie, der sich allerdings noch über ein Zeitraum von mehr als 10 Jahren hinziehen soll, brachten die großen Energiekonzerne und unter anderem die Länderregierungen von Sachsen und Sachsen-Anhalt die Nutzung von Kohlestrom auf die Agenda. Über 50 neue große Kohlekraftwerke sollen gebaut werden. Kohle ist aber der fossile Brennstoff mit der schlechtesten CO2-Bilanz. Außerdem kann bei großen Kohlekraftwerken die anfallende Wärme nicht zu Heizzwecken benutzt werden. Alternative Energienutzung setzt auf ein dezentrales Energiesystem mit vielen kleinen, regionalen Stromerzeugern. Der Bau von großen Kohlekraftwerken bedeutet das Gegenteil, sie sind Bestandteil einer zentralistischen Energieversorgung.

Um zumindest die CO2-Bilanz dieser Kraftwerke zu verbessern oder zu beschönigen, wurde eine Technologie geschaffen, welche CCS-Technologie genannt wird. Mit Hilfe der CCS-Technologie soll das CO2 aus den Abgasen der Kohlekraftwerke herausgefiltert und in unterirdische Schachtanlagen eingelagert werden.

Da aus unserer Sicht der Bau neuer großer Kohlekraftwerke keine Alternative zur Atomenergie darstellt, beschäftigen sich zwei Veranstaltungen im kommenden Semester mit diesem Thema. Des Weiteren haben wir eine Veranstaltung über die Nutzung alternativer Energien auf dem Programm und eine über die Auswirkungen der Atomenergie. Der Termin für die letztgenannte Veranstaltung steht aktuell noch nicht fest, aber ihr erfahrt davon über unsere Ankündigungsflyer und Plakate.

Danke an alle ReferentInnen und Interessierten.


leider verpasst:

Atomkritische Vortragsreihe

Nicht nur Fukushima zeigt, dass die Atomenergie keine beherrschbare Energie ist. Neben dem hochgefährlichen Betrieb von Atomkraftwerken verschmutzt die Urangewinnung weltweit Abbaugebiete und gibt es für die Endlagerung noch immer kein Konzept.

Wir möchten im Sommersemester in vier Veranstaltungen zum einen auf die Gefahren der Atomenergie eingehen, zum anderen mit den ökologischen Energien Alternativen vorstellen und  deren Potential aufzeigen.

Im Rahmen des Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der MLU Halle.

Donnerstag, 7.April 2011, 18 Uhr,

Hörsaal 1 der Theologie in den Franckeschen Stiftungen (gegenüber vom Spielehaus)

Atomkraft – Risiken und Nebenwirkungen

Vortrag von Dipl.-Physiker Ulrich Uffrecht

Immer noch sind die Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima nicht  absehbar. In den Medien fallen täglich Schlagworte wie  „Gau”, “Super-Gau”, “Kernschmelze” und „Restrisiko“. Doch wissen wir eigentlich, wovon dann genau die Rede ist? Diese Begriffe  und mehr erläutert der Referent Ulrich Uffrecht in seinem Vortrag. Neben den physikalischen und technischen Grundlagen der Kernenergie ist der Schwerpunkt seiner Ausführungen die Wirkung radioaktiver Strahlung auf den menschlichen Organismus sowie alle mit der Nutzung der Kerntechnologie verbundenen Gefahren und Risiken.

Donnerstag, 5.Mai 2011, 18 Uhr

Hörsaal 1 der Theologie in den Franckeschen Stiftungen (gegenüber vom Spielehaus)

Endlagerung – Strahlende Aussichten?

Vortrag von Gerhard Förster (BI Lüchow-Dannenberg)

Weltweit existiert für die Endlagerung nuklearer Abfälle keine Lösung. Ein Endlager muss für mehrere 10.000 Jahre sicher sein, so lang, wie die radioaktiven Abfälle weiter strahlen. In der Bundesrepublik gab es mit der 1977 politisch motivierten Standortentscheidung für Gorleben als Endlager eine Entscheidung für einen Salzstock als Einlagerungsort. Erfahrungen mit Salzstöcken als Endlager für radioaktive Abfälle bestehen seit 30 Jahren. Spätestens seitdem in das Versuchsendlager Asse II permanent Lauge eintritt und in Morsleben neben Zuflüssen auch Einsturzgefahr besteht, ist das Festhalten an Gorleben mehr als fraglich.

Der Referent Gerhard Förster wird in seinem Vortrag auf die weltweite Suche nach geeigneten Endlagern, die Erfahrungen der Einlagerung in Salzstöcken und natürlich die Geschichte und Planungen des Endlagers in Gorleben sowie Lösungsansätze eingehen. Gerhard Förster ist Mitglied der Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg.


Donnerstag, 9. Juni 2011, 19 Uhr

Hörsaal 1 der Theologie in den Franckeschen Stiftungen (gegenüber vom Spielehaus)

Über die Möglichkeiten von BürgerInnen zur Beteiligung an gemeinsamen Energieprojekten
Vortrag von Dipl.-Ingeneur Bernhard Herrmann
Die Energiewende weg von fossil-atomaren, hin zu erneuerbaren Ressourcen wird wesentliche Veränderungen in technischer, struktureller und gesellschaftlicher Hinsicht mit sich bringen.  Auf der Grundlage des EEG sind in den letzten 10 Jahren starke Fortschritte beim Einsatz der Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung erreicht worden.
In den Folgejahren wird es zur Fortsetzung und Verbreiterung dieses Prozesses darauf ankommen, die Akzeptanz der weiteren Anpassungsprozesse, wie den Ausbau der Netze, der Stromspeicherung sowie flexibler Erzeugungs- und Verbrauchsmanagements zu schaffen und langfristig zu sichern. Hierbei sind die Menschen mehr als bisher persönlich einzubeziehen, mitzunehmen bei der Lösung dieser spannenden Zukunftsherausforderung. Wie dies auf der Grundlage einer weit stärker dezentralisierten Stromerzeugung und Energieversorgung gelingen kann, dazu beabsichtigt der Vortrag einen ersten Eindruck zu vermitteln.

Bernhard Herrmann ist der Geschäftsführer der Bürgersolaranlage Chemnitz.

Donnerstag, 7. Juli 2011,19 Uhr

Hörsaal 1 der Theologie in den Franckeschen Stiftungen (gegenüber vom Spielehaus)
Warum die  Atomenergie die Entwicklung von alternativen Energien verhindert – zum Potential alternativer Energien, jetzt und in Zukunft.

Vortrag von Dipl.-Physiker Reiner Nebelung

Die Kernkraft stellt nicht nur wegen der Sicherheitsproblematik keine Lösung bei der Bewältigung des Klimawandels dar, sondern sie hemmt auch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Vortrag umfasst daher folgenden Themen:
– Wie die Laufzeitverlängerung den Ausbau der alternativen Energien behindert.
– Notwendige Schritte zur Umstrukturierung des Energiesystems (Netzsysteme, Speichertechnik, usw.)
– Potential der erneuerbaren Energie – Szenario eines Umbaus

Reiner Nebelung ist ein Vertreter Zukunftswerkstatt Jena.


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